Biomethan verbindet erneuerbare Energie mit bestehender Infrastruktur. Es entsteht durch die Aufbereitung von Biogas und kann wie Erdgas im Gasnetz, für Wärme und Strom sowie als Kraftstoff eingesetzt werden.
Chemisch dasselbe wie Erdgas
Biogas entsteht aus organischen Materialien und besteht zunächst aus verschiedenen Gasen. Bei der Aufbereitung werden unter anderem Kohlendioxid (CO₂), Schwefelwasserstoff (H₂S) und Wasserdampf abgetrennt — zurück bleibt Biomethan mit einem hohen Methananteil. Rohbiogas enthält etwa 50–55 % Methan, aufbereitetes Biomethan über 96 %. Für die Einspeisung ins deutsche Gasnetz gelten die DVGW-Arbeitsblätter G 260 und G 262.
Der wesentliche Bestandteil ist damit derselbe wie bei fossilem Erdgas: Methan (CH₄). Dadurch kann Biomethan in vielen bestehenden Anwendungen eingesetzt werden, ohne dass dafür eine vollständig neue Energieinfrastruktur erforderlich ist.
Wie entsteht Biomethan?
Von organischen Rohstoffen zu erneuerbarem Gas.
Organische Rohstoffe — Gülle und Mist, pflanzliche Reststoffe und Bioabfälle — werden im Fermenter mikrobiell abgebaut. Dabei entsteht Biogas, ein Rohgas mit Methan.
Von dort gehen zwei Wege ab: Im Blockheizkraftwerk wird daraus Strom und Wärme. In der Gasaufbereitung wird das Rohgas gereinigt und auf Erdgasqualität gebracht — das Ergebnis ist Biomethan. Es lässt sich ins öffentliche Gasnetz einspeisen, als klimafreundliche Energie in Industrie und Gebäuden nutzen oder als Bio-CNG und Bio-LNG im Verkehr. Was im Fermenter zurückbleibt, sind Gärreste: ein nährstoffreicher Rückstand, der als Dünger in die Landwirtschaft zurückgeht.
Erneuerbare Energie muss nicht immer Strom sein. Biomethan macht erneuerbare Energie auch als Gas nutzbar.

Eine Ergänzung zur Elektrifizierung
Nicht jeder Energiebedarf lässt sich gleichermaßen einfach elektrifizieren. Gerade in Bereichen wie Schwerindustrie, Transport oder Wärmeversorgung können erneuerbare Gase eine zusätzliche Möglichkeit zur Dekarbonisierung bieten.
Biomethan verbindet dabei zwei Eigenschaften: Es wird aus erneuerbaren Ausgangsstoffen gewonnen und kann gleichzeitig über bestehende Gasinfrastruktur transportiert und in bereits etablierten Anwendungen genutzt werden.
Biomethan aus Anlagen, die es schon gibt.
ReGen entwickelt erfolgreich betriebene Biogasanlagen in Deutschland so weiter, dass sie zusätzlich Biomethan produzieren — ohne Neubau, gemeinsam mit den Betrieben vor Ort.



